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5 Tipps für Achtsamkeit im Management

Fünf Tipps, wie Sie es als Führungskraft an Weihnachten schaffen, auch ohne Fernreise den Kopf ganz weit weg von der Arbeit zu bekommen.

Die Feiertage stehen vor der Tür, das E-Mail-Postfach blinkt noch immer im Sekundentakt und irgendwo im Hinterkopf spuken die Gedanken: „Habe ich eigentlich die Zielvereinbarung fürs nächste Jahr schon finalisiert? Wie gestalte ich das Jahres-Kick-off-Meeting?“

Wenn Sie jetzt nicken, sind Sie in bester Gesellschaft. Viele Führungskräfte kennen das Dilemma: Weihnachten ist offiziell Zeit für Ruhe und Besinnlichkeit – innerlich läuft aber noch das mentale Daily Business.

Damit Sie dieses Jahr wirklich abschalten können (auch ohne Fernreise und Sand zwischen den Zehen), kommen hier fünf erprobte Tipps, wie Sie den Kopf in den Feiertagsmodus schicken:

Machen Sie „Feierabend“ auch im Kopf – mit einem klaren Abschlussritual

Bevor Sie in den Urlaub starten, schreiben Sie auf, was Sie im neuen Jahr angehen werden – und was bis dahin warten darf. Dann schließen Sie den Laptop, sprechen das Zauberwort „Bis nächstes Jahr!“ laut aus und machen etwas Symbolisches: vielleicht eine E-Mail-Abwesenheitsnotiz mit Augenzwinkern oder das Löschen der Teams-App vom Handy (zumindest temporär 😉).

Ein bewusster Abschluss signalisiert dem Gehirn: Jetzt ist wirklich Schluss.

Gemütliche Winteratmosphäre: Dampfende Teekanne mit Teetasse auf einem Buch mit einer Wolldecke und einer Lichterkette im Hintergrund, durch ein Fenster kommt warmes Winterlicht.

Trainieren Sie „Gedankenfasten“

Erwischen Sie sich dabei, wie Sie beim Raclette über den nächsten Strategie-Workshop nachdenken? Kein Problem. Notieren Sie den Gedanken kurz auf einen Zettel und legen Sie ihn beiseite.

So bleibt Ihr Kopf frei, und Sie müssen sich nicht krampfhaft zwingen, nicht an die Arbeit zu denken. Das funktioniert erstaunlich gut – wie mentales Detox mit Weihnachtsbeleuchtung.

Pflegen Sie Mini-Rituale, die nichts mit Effizienz zu tun haben

Führungskräfte sind oft Meister:innen im Optimieren – selbst beim Plätzchenbacken. Dieses Jahr darf’s ruhig mal schiefgehen! Machen Sie Dinge, bei denen das Ergebnis völlig egal ist: Schneeflocken falten, ohne sie symmetrisch zu schneiden, heiße Schokolade trinken, während Sie aus dem Fenster starren.

Solche Momente erinnern daran, dass Nichtstun nicht Zeitverschwendung, sondern Nervennahrung ist.

Tauschen Sie Status-Updates gegen Sternstunden

Anstatt über Quartalszahlen zu sprechen, fragen Sie beim Familienessen: „Was war dein schönster Moment dieses Jahr?“

Das schafft Nähe und Perspektive – und holt Sie automatisch raus aus dem Modus „Führen & Steuern“. Weihnachten ist schließlich kein Jour Fixe (auch wenn es manchmal ähnlich abläuft 😉).

Erinnern Sie sich daran, warum Sie das alles tun

Das Jahr war sicher intensiv – voller Entscheidungen, Verantwortung und vielleicht auch ein bisschen Überforderung. Nutzen Sie die Feiertage, um Ihren inneren Kompass zu justieren: Wofür mache ich das alles? Was darf im neuen Jahr leichter werden?

Diese Fragen sind kein Businessplan, sondern ein Geschenk an Sie selbst.

Alle fünf Tipps lassen den Verstand dableiben, aber er darf Ferien machen

Ob mit Glühwein, Schneespaziergang oder einem guten Buch: Wenn Sie sich erlauben, nicht produktiv zu sein, passiert oft das Schönste und die Gedanken klären sich von selbst.

Und wer weiß, vielleicht ist die größte Fernreise dieses Jahr gar keine Reise nach Bali, sondern eine Reise zurück zu sich selbst.

Ich wünsche Ihnen Frohe Weihnachten, gute Erholung und einen klaren Kopf fürs neue Jahr!

Katja Krieger

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